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Wenn das Fell juckt

Schätzungen zufolge leidet jeder fünfte Hund unter Allergien

Wenn sich der Vierbeiner ständig kratzt, beißt oder wundleckt, leidet er möglicherweise unter einer Allergie. Geschätzt ist etwa jeder fünfte Hund von übersteigerten Reaktionen des Immunsystems auf ansonsten harmlose Stoffe betroffen.

Auslöser für Allergien

Beim Hund sind es vor allem Umwelteinflüsse, Parasiten oder Inhaltstoffe des Futters, die eine Allergie auslösen. Kontaktallergien sind dagegen eher selten. Manche Rassen bringen auch eine genetische Veranlagung mit. So neigen zum Beispiel French Bulldogs oder West Highland Terrier viel eher zu Allergien als andere Rassen. Bei Irish Settern wird oftmals sogar eine angeborene Getreideunverträglichkeit festgestellt. “Das Futter liegt als Auslöser erst an dritter Stelle”, weiß Blondine Feniuk. Die Tierheilpraktikerin berät Tierhalter in Ernährungsfragen bei Schecker, einem der größten Versandhändler für Hundebedarf in Europa. Häufig komme es bei einer Futterunverträglichkeit neben Kratzen und Wundlecken auch zu Magen-Darm-Problemen mit Durchfällen. In jedem Fall sollten die Ursachen von einem Tierarzt abgeklärt werden.

Diagnose von Allergien

Zunächst wird der Tierarzt den Vierbeiner gründlich untersuchen. Konnten Infektionen oder Parasiten ausgeschlossen werden, lassen sich über das Blut oder mit einem Intrakutantest, bei dem der Tierarzt mögliche Allergene in die oberste Hautschicht injiziert, die Auslöser feststellen. Besteht der Verdacht einer Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit, wird der Tierarzt zu einer Ausschlussdiät raten. Dabei wird für mindestens acht Wochen ausschließlich eine, bisher nicht verfütterte Eiweißquelle – etwa Pferd, Känguru oder Strauß pur – und nur eine Kohlehydratquelle – zum Beispiel Kartoffeln statt Getreide – verfüttert. Sofern die Beschwerden abklingen, beginnt man mit dem Provokationstest, bei dem der Hund wieder sein ursprüngliches Futter erhält. Treten die Symptome innerhalb von zwei Wochen wieder auf, gilt die Allergie als gesichert. Mehr Ernährungstipps für Vierbeiner gibt es unter www.rgz24.de/hund.

Sind Allergien heilbar?

Allergien sind nicht heilbar, Vermeidung ist die beste Medizin – und das ein ganzes Hundeleben lang. So darf bei allergischen Reaktionen auf Flohstiche oder Flohkot die Ungeziefer-Prophylaxe nicht vernachlässigt werden. Sind bestimmte Eiweiße, Proteine, Gluten oder einzelne Getreidearten im Futter der Auslöser für eine Unverträglichkeit, hilft nur eine auf den Hund abgestimmte Fütterung. Oft kann auch ein “hypoallergenes” Fertigfutter aus dem Fachhandel das Problem lösen.



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